(Scroll down for english)
Gagel
Das Thema des Schleiers bzw. der Verhüllung und des Verdeckens treibt mich schon seit einigen Jahren um. Mein Erstaunen im Nachdenken und Arbeiten richtet sich nicht nur auf das, was konkret verschleiert wird in Form von Kleidungsstücken. Besonders treibt mich das Verschleiern durch Verschweigen um. Da kann schon ganz Bedenkliches in den Sinn kommen.Andererseits birgt das Verschleierte auch immer die Möglichkeit des Enthüllens. Ishtar legte schon vor unserer Zeitrechnung auf ihrem Weg in die Unterwelt an jedem Tor einen ihrer sieben Schleier ab. Als sie schließlich das letzte Tor durchschritt, war sie nackt. Sie stirbt, um nach drei Tagen als Göttin wieder aufzuerstehen.
Lebt und arbeitet in Pinneberg. Gagel machte zunächst eine Ausbildung als Tänzerin am Opernhaus Karlsruhe, bevor sie sich intensiv der Fotografie zuwandte. Heute bezeichnet sie sich als Fotosofin und versteht ihre Kunst als Durchdringung von Welt, als Befragung der Wirklichkeit, der menschlichen Existenz, der menschlichen Beziehungen und vor allem der eigenen Identität. Nichts muss in Gagels Wahrnehmung als unverrückbar hingenommen werden, im Gegenteil. Kunst ist ihr Weg, die Realität zu prüfen, Wichtiges von Unwichtigem, Echtes von Unechtem zu unterscheiden. Für Gagel ist die menschliche und darin besonders die weibliche Existenz vielfach gebrochen, verletzt und ihrer wahren Ausdruckskraft beraubt. Ihre Fotografien, Mix-Media Installationen und Kunst-im-Raum Projekte stören die anerkannten Bilder und Festschreibungen der Konsum– und Medienindustrie und fordern eine neue Sensibilität der Wahrnehmung und des Umganges im täglichen Miteinander.
Ausstellungen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Portugal, Russland, Schweden, USA, China. Kulturpreis des Kreises Pinneberg und diverse Auszeichnungen in Wettbewerben zu Kunst am Bau / Kunst im öffentlichen Raum in Lübeck, Pinneberg, Norderstedt, Kiel und Brunsbüttel.

Selbst in verschiedenen Zuständen, Analogfotografie,

Selbst I, Analogfotografie übernäht, 30 x 40 cm

Fast ein Aquarell (selbst) analog fotografie, digital bearbeitet, ink-jet-print, bearbeitet, 100 x 20 cm

Königinnen analoge Fotografie, Handabzug, Tinten, 30 x 110 cm

Schau dich um, Analogfotografie, s-w Handabzug, koloriert, Ø 50 cm
Gagel
Lives and works in Pinnebeg, near Hamburg. Before learning photography she studied dance at the opera of Karlsruhe. Today she calls herself Fotosofin. She understands her artwork interfusing the world, questioning reality, human existence, relations and above all her own identity. She accepts nothing as being quoted forever, just opposite. Art is her way to proof reality, to distinguish important and unimportant, real and unreal. Gagel sees the human existence and especially the femal one multiply broken, injured and bereft of it‘s true expression. Her photographies, mix-media installations and public-space projects disturb the accredited images and definitions of consume and media industry and cry for a new sensible cognition and association with eachother in daily life. Exhibitions in Germany, Denmark, France, UK, Portugual, Russia, Sweden, USA, China.