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Nurseren Tor

Geb. 1964; lebt und arbeitet in Mersin.

Auf der Suche nach repressionsfreiem Raum, jenseits von Macht– und Herrschaftsstrukturen, spiegelt Nurseren Tor in ihrer Malerei Züge des Unbewussten, der Traumwelt und des Irrationalen. Der unkontrollierte, vom Unterbewusstsein gesteuerte Ablauf von Assoziationen dringt in das Innerste der Arbeiten vor und bestimmt sie zuweilen radikal. Ihre Bilder erzählen Geschichten von gestern und heute, Geheimnisse von Weiblichkeit, schildern Szenen der Sprachlosigkeit, Erfahrungen von Nähe und Distanz, dramatischer Vereinzelung in belebten Räumen; sie zeichnen Portraits, manchmal verletzlich gegenwärtig, dann wieder zu intimer Innensprache gewendet, zeigen Alltägliches und Banales, Wildes und Unbekanntes.


Studium der Malerei an der Mimar Sinan Akademie für Schöne Künste, Istanbul, 1981 bis 1986; Promotion 1991; HdK Berlin, Meisterschülerin bei Prof. Marwan, 1992 bis 1997; davon 1994 und 1995 Studium an der Akademie für Schöne Künste, Madrid. Sie ist Dekanin der Akademie für Schöne Künste in Mersin. Zahlreiche Einzel– und Gruppenausstellungen in der Türkei, in Deutschland, Spanien, Ägypten und Nordzypern. Auswahl: Ölbilder, Goethe Institut Freiburg 1998; Mensch, Freie Universität Berlin 1990; Insan (Mensch), Galerie Isbank, Istanbul 1991; Ölbild und Gravuren, HDB Berlin 1994; Mi Diosa Bicefala (Dubiose eingeschriebene Gemälde), Galeria de Arte Maria de Olivier, Madrid 1995; Radierungen von Nurseren Tor, HdK Berlin 1996; Humano Unomasunotres mit Juan Botella Lucas (Bildhauer), Centro Culturales Nicolas Salmeron, Madrid und Kunstraum Berlin, 1997; 50.Jahrestag der Menschenrechtserklärungen, Französisches Kulturinstitut Mersin 1997; Görsel (Gesehenes), Galerie für Schöne Künste, Mersin 1998; Mavi (Blau), Galerie für Schöne Künste, Mersin 1999; Mein Tagebuch, Staatliches Museum und Galerie, Mersin 2003; Predigen in der Wüste mit Juan Botella Lucas, Galerie Apel Istanbul 2003; Nurseren Tor, Gallery of Fine Arts, Helwan Universität Kairo, 2004; Mein spanisches Heft, Staatliches Museum und Galerie, Mersin 2005; Die Barbaren, ACS Galerie Adana 2005; Stierkampf, Staatliches Museum und Galerie, Mersin 2005; Visuelle Reise von Anatolien bis Kairo mit Schayma Aziz, Hanager Art Gallery Kairo 2006; Überschreiten der Tabus, Dogu Akdeniz Akademie, Famagusta2006; Zeitzeuge, Transformation der Zeit in meinem Bild, Halle Einsteinufer Berlin 2007; Kunst Aktion, Pergamon Altar, Pergamon Museum Berlin 2007; Daneben zahlreiche Gruppenausstellungen und Teilnahme an internationalen Symposien. Seit 2004 Arbeit an dem Projekt Schuldiges Kind, Kinder in Gefängnissen.


Abb.: Warten auf die Barbaren, Öl, Acryl, Bleistift, Ölkreiden und Transferdruck auf Karton. 2006-2008



Nurseren Tor

Born 1964, living and working in Mersin. Study of painting at Mimar Sinan Academy for Fine Arts, Istanbul, 1981 bis 1986; 1991 Promotion; 1992 bis 1997 HdK Berlin, Masterstudy with Prof. Marwan; 1994 and 1995 Study at Academy of Fine Arts, Madrid; various single and group exhibitions in Turkey, Germany Spain, Egypt, North-Cyprus- She is Dean of Academy of Fine Arts Mersin.

Searching a space beyond repression, oppression and hierarchy Nurseren Tor reflects traces of unconscious and irrational. An uncontrolled process of association determines her works by the unknown and leads them to radical freedom. Her paintings are telling stories from yesterday and today, secrets of feminity, articulating in vicinity and distance, dramatic isolation, emptiness in vivid rooms. She is showing intimate portraits, fragile, well known and unknown; daily scenes as well as striking unusual images and subconscious ideas, wild and unknown.

Pic.: Waiting for the Barbarians, Oil, Acrylic, Pencil on transfer-print carton 2006-2008